Von Gletschern rundgeschliffene Gipfel jenseits der 2000 Meter, saftige Almwiesen bis in die höchsten Regionen, dazu in tieferen Lagen die größten zusammenhängenden Zirben- und Fichtenwälder der Ostalpen: das ist das einzigartige Bild, das sich einem in den Nockbergen bietet. Und durch diese grandiose Berglandschaft schlängelt sich seit den 1980er Jahren die Nockalmstraße, die im Mittelpunkt dieses langen Rennradtages steht.
Schön ist sie also zweifellos, die Nockalmstraße, und jedem Rennradfahrer kann sie nur wärmstens ans Herz gelegt werden. Dass auf der Website der Straße aber ausschließlich die zahlenden Oldtimer-Fans, Motorradfahrer und Busreisenden angesprochen werden und Radfahrer unerwähnt bleiben, zeigt schon etwas die Problematik auf.
Naturschutz, schonender Tourismus und 100000 Fahrzeuge pro Saison lassen sich halt nicht so leicht unter einen Hut bringen.
Da hilft am besten früh aufstehen, noch bevor der motorisierte Verkehr erwacht oder die Fahrt abseits der beliebten und belebten Wochenenden zu legen. Gelingt einem das, steht einem Rennraderlebnis der besonderen Art nichts mehr im Weg.
Dass nichts mehr im Weg steht, stimmt so allerdings auch nicht ganz, denn immerhin startet die hier beschriebene Runde in Klagenfurt und bis zum Beginn der Nockalmstraße in Ebene Reichenau gilt es auch schon 50 Kilometer und die ein oder andere Steigung zu überwinden. Aufgrund der Länge der Runde verzichten wir hierzu auf allzu große Schnörkel und Umwege und halten uns großteils an die B95, die Turracher Bundesstraße.
Speziell die fünf Kilometer zwischen Moosburg und Oberglan sowie der kurze Anstieg von Feldkirchen nach Himmelberg erfüllen definitiv nicht die Kriterien eines Traumsträßchens, aber manchmal muss man da einfach durch und auf entsprechende Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme der Autofahrer setzen.
Nach Himmelberg wartet noch einmal ein 300-Höhenmeter-Anstieg, bevor sich die Straße zurücklegt und mit nur noch minimaler Steigung das obere Gurktal flussaufwärts führt. Auch hier kann der Verkehr durchaus nerven, allerdings bietet der parallel zur Straße verlaufende und zumeist gut befahrbare Radweg eine willkommene Ausweichmöglichkeit.
In Ebene Reichenau sollte man noch einmal seine Trinkflaschen auffüllen, denn unmittelbar am Ortsende beginnt die Steigung. Zunächst geht es noch kurz auf der Hauptstraße talein. Bevor diese aber unerhört steil hinauf zur Turracher Höhe zieht, zweigt links die Nockalmstraße, das Ziel unserer heutigen Träume, ab.
Bis Innerkrems liegen nun 32 Kilometer, 52 Kehren und etwa 1500 Höhenmeter vor uns. Die Höhenmeter müssen aber nicht auf einmal bewältigt werden, denn nach Erreichen der Schiestlscharte auf 2024 Metern Seehöhe folgt eine kurvenreiche Abfahrt, bevor noch einmal 500 Höhenmeter hinauf zur Eisentalhöhe auf 2042 Metern warten. Ausblicke auf die umgebende Bergwelt und Fotomotive gibt es zahlreich und so wird die Fahrt zu keinem Zeitpunkt monoton und, da die Steigung zehn Prozent nur selten überschreitet, ist die Anstrengung in erster Linie vom selbst gewählten Tempo abhängig.
Nach einem letzten Blick von der Eisentalhöhe auf die Gletscher der Ankogelgruppe geht es rasant hinunter nach Innerkrems, wo die Nockalmstraße endet.
Während es bei der klassischen Nockalm-Runde nun weiter talaus Richtung Krems und Gmünd geht, stellt sich einem bei der Weiterfahrt Richtung Norden ein weiterer Anstieg in den Weg. Kurz aber recht steil geht es auf den Schönfeldsattel und dann durch ein wunderschönes Hochtal hinaus in den Salzburger Lungau. Welch ein Wohlgefühl, dass der motorisierte Ausflugsverkehr diese Anfahrt zur Nockalmstraße noch nicht so richtig entdeckt hat.
Am Ende der Abfahrt wartet das Thomatal, durch das es weiterhin sanft abfallend in Richtung Murtal geht, das bei Madling erreicht wird.
Ramingstein, die einzige Gemeinde im Lungau, die unter 1000 Meter Seehöhe liegt, mit ihrem Wahrzeichen der mächtigen Burg Finstergrün wird passiert und die nächsten 30 Kilometer geht es nun in sanftem Gefälle das Murtal hinaus.
Bei günstigem Verkehrsaufkommen bietet es sich an, ordentlich Tempo auf der Bundesstraße zu machen, ansonsten ist man auf dem durchwegs asphaltierten Murradweg, dem dieser Track folgt, deutlich entspannter unterwegs.
Hat man den netten, mittelalterlichen Stadtkern von Murau durchquert, lässt man das Murtal zurück und befindet sich unmittelbar in der nächsten Steigung. Zunächst steil, dann nach kurzer Abfahrt deutlich sanfter gilt es noch einmal fast 400 Höhenmeter wegzudrücken, bevor man wieder Kärntner Boden erreicht. Wunderbar einsam verläuft die Straße nördlich der Frauenalpe hinüber ins Kärntner Metnitztal, durch das es nun hinaus bis Friesach geht.
Die großen Schwierigkeiten liegen nun hinter uns und die Rückfahrt nach Klagenfurt über Althofen und vorbei an Kärntens größter Burg Hochosterwitz gestaltet sich unkompliziert.
Grund genug also, diese heroische Runde schon einmal zu feiern und der auf halbem Weg zwischen Friesach und Althofen direkt am Weg liegenden Brauerei Hirt einen Besuch abzustatten. Die noch fehlenden 50 Kilometer gestalten sich solcherart gestärkt zumindest lustiger, wenn auch nicht unbedingt leichter.
Zurück in Klagenfurt wartet dann der erfrischende Wörthersee, bevor man diesen phantastischen Rennradtag noch einmal Revue passieren lässt.
Eine Salzburger Klassiker, der in jedes Tourenbuch gehört. Höhepunkte sind die tolle Auffahrt auf die Postalm und die Ausblicke auf die türkisen Salzkammergutseen.
In der hier vorgestellten Form beginnt die bekannte Postalm-Runde in Salzburg. Vom nördlichen Ende des Wiestalstausees verläuft die Strecke daher über Hinterwinkel nach Elsbethen und nicht, wie die Runde auch oft gefahren wird, entlang des Stausees nach Hallein. An ihrer Länge ändert sich dadurch freilich nicht viel. Außerdem verzichten wir bei der konkreten Streckenwahl auf kleinere oder größere Umwege auf Nebenstraßen und halten uns stattdessen an die direkten Verbindungen. Dadurch ist die Routenführung simpel und sind die Voraussetzungen für eine solide Durchschnittsgeschwindigkeit bereitet.
Wir starten also im Rennmodus auf der L105 von Salzburg nach Hallein. Wenn man für die Runde den richtigen Zeitpunkt wählt, wie etwa Sonntagfrüh, dann ist auch hier wenig los. Untersberg, Watzmann und Hoher Göll rücken rasch näher und werden bald zurückgelassen. Nach 25 Kilometern ist Golling erreicht und man verlässt das Salzachtal in Richtung Lammertal. Wie schon zuvor verfügt auch hier die Hauptstraße meist über einen Extrastreifen für Radfahrer. Als gemütlichere Variante kann man auch den Radweg entlang der Lammer nehmen, dieser ist streckenweise allerdings nicht asphaltiert.
Bei Oberscheffau steilt die Straße kurz auf und schon ist die Abzweigung zur Postalm erreicht. Durch Bergwiesen schraubt man sich ab hier stetig, aber niemals übermäßig steil bergwärts. Das Tennengebirge glänzt noch weiß herüber und später erscheint am Horizont der Dachstein mit seiner markanten Nachbarin, der Bischofsmütze. Ein großer Vorteil dieses Teils der Runde ist, dass die Postalm-Straße mautpflichtig ist. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer sind dadurch merklich reduziert. Nach einer kurzen Zwischenabfahrt ist schon das Hochplateau der Postalm erreicht und damit der höchste Punkt der Runde.
Über neun Kehren kurvt man danach, den markanten Rinnkogel im Angesicht, talwärts und erreicht bald das Tal des Kammersbach. Seinen türkisenen Wellen folgt man auf einem kleinen Sträßchen bis die Osterhorngruppe endgültig überwunden ist und in Strobel das östliche Ende des Wolfgangsees erreicht wird.
Auch hier bleiben wir unserem Motto treu, fahren gleich gar nicht auf den Radweg, sondern wählen die B158, die entlang des Südufers bis St. Gilgen führt. Auch hier ist meist neben der Fahrbahn ein Extrastreifen, der das Radfahren trotz des Verkehrs recht entspannt macht.
Die Bergwertungen sind aber noch nicht ganz vorbei. Zunächst fordert der Übergang vom Wolfgangsee zum Fuschlsee ein paar kräftige Tritte in die Pedale. Am Fuschlsee angekommen folgt der nächste kurze Anstieg, das Perfalleck. Es führt von Brunn in die sehr reizvolle Tiefenbrunnau. Hier ist Radfahren ein wahrer Genuss.
Inmitten dieser Idylle liegt Faistenau, das nicht nur in der warmen Jahreszeit zum Zwischenstopp einlädt, sondern auch im Winter als Langlaufzentrum sehr bekannt ist. Bei Radfahrern sehr beliebt ist die nun folgende schmale Straße durch die Strubklamm. Kurvig verläuft sie oberhalb des schmalen Taleinschnitts, einmal muss sogar ein Tunnel durchfahren werden. An ihrem Ende eröffnet sich ein fast schon spektakulärer Ausblick auf den Wiestalstausee und das Ende der Runde rückt langsam näher. Denn nach dem letzten Anstieg hinauf nach Hinterwinkel ist die letzte Hürde übersprungen und vorbei am Gaisberg liegt schon wieder der Ausgangspunkt der Runde vor uns.
Wer beim Zeitfahrrennen King Of The Lake am Attersee schon einmal dabei war, kennt die knisternde Atmosphäre und den landschaftlichen Reiz dieses Events. Aber auch ohne offizielles Rennen verdient die Runde unsere Aufmerksamkeit.
Der King of the lake ist ein einzigartiges Einzel- und Mannschaftszeitfahren für Amateure unter Profibedingungen. Das Rennen wird jährlich im September ausgetragen und feiert mittlerweile schon sein 10-jähriges Jubiläum.
Die knapp 48km lange Runde um den Attersee wird von uns, wie auch beim Rennen, im Uhrzeigersinn gefahren, allerdings haben wir den Startort von Kammer im Norden des Sees in den Süden nach Unterach verlegt.
Dass für die Runde nicht einmal 100 Höhenmeter zu überwinden sind, sorgt für Entspannung im Vorfeld. Die Perspektive ändert sich allerdings, wenn man die Strecke auf Zug fährt. Dann zeigt sich nämlich, dass kaum ein Kilometer tatsächlich flach ist. Ständig sind kleine Wellen zu überwinden und das Höhenprofil sieht dementsprechend wie das Gebiss eines Piranhas aus. Am Beginn werden die kurzen Steigungen noch auf der großen Scheibe weggedrückt. Im Laufe einer zügigen Umrundung des Attersees können sich die Oberschenkel aber durchaus zu Wort melden.
Die Orientierung ist bei dieser Ausfahrt nicht wirklich kompliziert. Sie beginnt bei einem großen Parkplatz in Unterach am Attersee. Damit markiert die längste Steigung (ca. 200m Länge) den Start. Schon bald rollt man direkt am türkisen See in Richtung Norden und es verwundert nicht, dass das Salzkammergut von den Städtern seit über hundert Jahren zur Sommerfrische auserkoren wird. Immer wieder werden alte Villen passiert, bis in Buchberg die Straße kurz auf 13% aufsteilt.
Nach dem Wendepunkt in Schörfling geht es in Fahrtrichtung Süden, was aus Sicht der Windverhältnisse nicht uninteressant sein kann. Fast am Ziel angelangt mündet der Weissenbach in den Attersee und hat an dieser Stelle ein fast schon kitschig türkises Delta geformt.
An schönen Sommertagen bietet es sich an, direkt vom Parkplatz aus zum Freibad in Unterach zu spazieren und in den herrlichen Attersee zu tauchen.
Wenn alles zu blühen beginnt, dann ist die Gegend nördlich von Salzburg der richtige Ort, um die müden Knochen wieder in Schuss zu bringen. Aber Vorsicht: Das Alpenvorland ist kein Flachland. Die meiste Zeit reiht sich Hügel an Hügel!
Für Salzburger Rennradfahrer ist die Kletterhalle im Norden der Stadt ein beliebter Ausgangspunkt für Ausfahrten. Von dort kann man zum Beispiel der Salzach entlang in Richtung Norden losstarten, oder, wie bei dieser Runde, nach Osten in Richtung Eugendorf. Die Route verläuft hier zunächst entlang des Alterbachs und später auf der Ischlerbahntrasse bis Eugendorf.
Spätestens ab hier ist der Trubel der Stadt vorbei und das dichte Netz an Landstraßen und Güterwegen breitet sich vor einem aus. Sich darin zurecht zu finden, ist wohl erfahrenen Locals vorbehalten. Man kann bei der Tourenplanung allerdings nicht viel falsch machen, weil sich der Verkehr in diesem Straßennetz sehr gut verteilt. Und so führt auch diese Variante durch Felder und Äcker, über Hügel und durch kleine Wälder, vorbei an prachtvollen Bauernhäusern im Flachgauer Stil.
Nach einer etwas längeren Steigung, die passender Weise in „Gstaig“ endet, wird Feldkirchen bei Mattighofen erreicht und gleich danach der wunderschöne Ibmer See. Er markiert den nördlichen Wendepunkt der Runde.
Am Charakter der Ausfahrt ändert sich freilich auch bei der Rückfahrt nichts. Weiterhin leuchtet der junge Raps in strahlendem Gelb mit den herausgeputzten Höfen um die Wette. Die ständigen Wellen werden auf der großen Scheibe im Wiegetritt weggedrückt und so rückt der Untersberg Kilometer für Kilometer wieder näher.
Ein Highlight jagt das nächste auf dieser Runde. Die Länge ist überschaubar, aber Höhenmeter und Steigungsprozente sprechen eine andere Sprache. In Verbindung mit den herrlichen Ausblicken in die Osterhorngruppe, das Tennengebirge und die Berchtesgadener Alpen ergibt das eine vollkommene Halbtagesausfahrt.
Die Runde beginnt in Elsbethen. Von der Stadt Salzburg aus gelangt man am einfachsten über die Radwege links und rechts der Salzach hierher. Nach einer kurzen Strecke entlang der eher viel befahrenen L105 zweigt man in Haslach links auf eine ruhige Seitenstraße ab und sofort taucht man in eine liebliche Landschaft ein.
In leichter Steigung geht es hinauf nach St. Jakob am Thurn, einem äußerst schön in einer Einsattelung gelegenen Dorf. Schon von der Ferne sieht man das gleichnamige Schloss aus dem 13. Jahrhundert, dass mit seinem mittelalterlichen Turm ein Blickfang ist. Über ein verstecktes Hochplateau erreicht man dann den ersten Passbergang und begibt sich sogleich auf die Abfahrt hinunter nach Seefeldmühle.
Mit dem Almbach ist der tiefste Punkt erreicht und die nächste Steigung beginnt. Sie ist länger und selektiver als die vorherige. Denn es geht auf der alten Straße hinauf nach Krispl. Dass eine neue Zufahrt zu dieser auf einem Übergang gelegenen Ortschaft gebaut wurde, mag daran liegen, dass die ursprüngliche Variante im oberen Teil auf ca 1,5 Kilometer 20% Steigung aufweist. Wenn man das Rad an einer kleinen, verlassenen Mühle vorbeiwuchtet und der Rahmen schon ächzt, hat man es fast geschafft und gelangt die letzten Meter auf der neuen Straße hinauf zum höchsten Punkt.
Vor der folgenden Abfahrt braucht man sich nicht die Jacke anzuziehen, weil nach zwei Kehren Gaißau erreicht wird, der Ausgangspunkt für den nun folgenden Höhepunkt der Runde: die Auffahrt zur Spielbergalm. Auf ca fünf Kilometern sind rund 600 Höhenmeter zu überwinden. Das bedeutet, dass es nur wenige Ruhephasen gibt, und vielmehr ziemlich durchgehend Bergfahrerqualitäten gefragt sind. Bei einer kleinen Kapelle ist das steilste Stück geschafft, doch wartet eine andere Herausforderung: Hier endet nämlich der Asphalt und einem kühlen Getränk auf der Spielbergalm steht nur mehr eine kurze Passage auf einer Schotterstraße im Weg. Diese ist aber mit etwas Vorsicht auch mit dem Rennrad gut zu absolvieren.
Der Rest der Runde ist weniger anstrengend, dafür aber ebenso lieblich zu befahren. Nach der Abfahrt und dem kurzen Stück talauswärts entlang dem Mirchtlbach wird den Wiestalstausee erreicht, der türkisfarben zwischen den Bergen liegt. Kurz nach seinem Ende darf man eine eher unscheinbare Abzweigung („Elsbethen“) nicht übersehen. Nur knapp 100 Höhenmeter muss man überwinden, bis das landschaftlich reizvolle Hochtal von Hinterwinkel erreicht wird.
Das schmale Asphaltband schlängelt sich elegant durch die Felder, steilt zum Gasthaus Ramsau nochmals kurz auf, bevor der Übergang und damit die kurze Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt in Elsbethen erreicht wird.
Früh aufstehen heißt es heute, gilt es doch die zwei meistbesuchten Stadtberge Salzburgs, den Festungs- und den Mönchsberg, in aller Einsamkeit zu genießen. Dieses aufgrund des massiven Besucherandrangs nicht gerade leichte Unterfangen gelingt fast ausschließlich in den frühen Morgenstunden, noch bevor die Stadt erwacht. Kann man sich also zum Verlassen des noch so angenehmen Bettes motivieren, erlebt man Salzburg von einer ganz besonderen Seite und die Schönheit der Stadt bei Sonnenaufgang ist überwältigend.
Beim ersten Dämmern beginnt das Unterfangen. Noch ist die Stadt menschenleer und zu dieser Uhrzeit ist es noch egal, ob man sich am linken oder rechten Salzachufer einrollt. Allzu lange ist einem das Einrollen ohnehin nicht vergönnt, schließlich erheben sich unsere ersten Ziele unmittelbar vom Stadtzentrum aus.
Auf engen und steilen Wegen, teilweise auf Kopfsteinpflaster, geht es zunächst auf den Nonnberg, einen östlichen Ausläufer der Festungsberges. Hier passiert man das weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition, kann dann während eines kurzen Flachstückes die schönen Blicke auf den Salzburger Dom genießen, bevor es noch einmal eine steile Rampe hinauf zur Festung zu bewältigen gilt.
So kurz der Anstieg hier herauf auch ist, braucht er doch einiges an Zeit. Man muss sich nämlich fast dazu zwingen, nicht alle paar Meter stehenzubleiben und die schönen Blicke zu genießen.
Dies gilt genauso für die nun folgende Überfahrt zum Mönchsberg. Und war es bis hierher schon aussichtsreich, folgt der wohl schönste Blick auf Stadt und die dahinter aufragende Festung vom bald erreichten Museum der Moderne aus. Allein für diesen Blick verdient sich diese Runde fünf Sterne.
Weil bis jetzt aber erst lächerliche vier Kilometer zurückgelegt sind, muss da doch noch was kommen. Und das tut es auch, denn auch der Rest der Salzburg-Umrundung braucht sich nicht zu verstecken.
Der Salzach entlang geht es zunächst Richtung Norden, bevor man dann dem Alterbach ostwärts folgt. Überraschend idyllisch geht es zwischen Westautobahn und Westbahnstrecke hinauf nach Berg-Sam und wenig später, nicht minder schön, über den Plainberg wieder zurück zur Salzach. Oben am Plainberg lohnen sich Blicke in beide Richtungen. Während rechterhand die bekannteste Wallfahrtskirche Salzburgs, die Basilika Maria Plain, liegt, eröffnet sich zur linken ein phantastischer Blick über das Salzburger Stadtgebiet, mit den vor kurzem erst überquerten Stadtbergen.
Das wars dann aber immer noch nicht mit den Sehenswürdigkeiten. Auf dieser Runde wird wirklich nichts ausgelassen. Das Schloss Kleßheim liegt fotogen am Weg und unmittelbar danach kommt man an der Heimstätte des österreichischen Fußball-Serienmeisters vorbei. Eines der wenigen Stadien Österreichs, wo es regelmäßig etwas zu bejubeln gibt, entscheidende Champions-League-Qualifikationsspielen natürlich ausgenommen.
Vorbei am Flughafen geht es durch das Salzburger Becken, an dessen südlichem Rand wenig später im Bereich des Schlosses Hellbrunn wunderbar zu befahrende Alleen warten. Auch jetzt kommt uns wieder der frühe Aufbruch zugute. Denn obwohl die Runde schon fortgeschritten ist, kommt der Ausflugsverkehr zum Schloss Hellbrunn und seinen Wasserspielen erst allmählich in Gang.
Nach Überquerung der Salzach kommt man in den Salzburger Stadtteil Aigen, wo man sich, sobald das romantisch am Fuß des Gaisbergs gelegene Schloss Aigen passiert ist, auf die finale Schwierigkeit vorbereiten kann. Und die hat es in sich. Auch wenn der Gaisberg nur zur Hälfte erklommen wird, wartet auf den nun folgenden vier Kilometern eine Durchschnittssteigung von über zehn Prozent. Da kann man sich berechtigt die Frage stellen, ob man nicht doch lieber im Bett hätte bleiben sollen. Spätestens wenn man auf die im oberen Teil zahlreichen Lichtungen des ansonsten meist im Wald verlaufenden Anstieges trifft, kann diese Frage aber eindeutig mit “Nein” beantwortet werden. Großartige Blicke über das Salzburger Becken und die Berchtesgadener Alpen mit dem Aushängeschild Watzmann gibt es im Bett halt nicht zu bewundern.
Ist die Gaisberg-Höhenstraße, die von Guggenthal herauf zieht, erreicht, liegen die Schwierigkeiten aber hinter uns. Wir folgen der Straße hinunter nach Guggenthal, von wo es dann durch Gnigl und Schallmoos am Fuß des Kapuzinerbergs nur noch zurück zum Ausgangspunkt geht, wo mittlerweile die Stadt endgültig erwacht ist.
Wenn Salzburg für Rennradfahrer eines zu bieten hat, dann sind das knackige Anstiege, die man problemlos vom Stadtzentrum aus in schöne Runden einbauen kann. Diese Runde führt uns um den Hausberg Salzburgs, den Gaisberg. Doch auch wenn der Gipfel des Gaisbergs diesmal nicht am Programm steht, sollte man am besten seine Bergform auspacken, schließlich werden einem die schönen Ausblicke auf Salzburg und sein Umland nicht geschenkt und das Höhenprofil ist alles andere als einfach.
Gut sechs Kilometer sind uns zum Einrollen vergönnt, um vom Ausgangspunkt bei der Staatsbrücke im Zentrum Salzburgs durch den Stadtteil Gnigl und entlang des Söllheimer Baches zum Fuß des ersten Anstiegs zu kommen.
Der Heuberg stellt sich uns als erstes in den Weg und auf den nächsten drei Kilometern wartet immerhin eine Durchschnittssteigung von fast zehn Prozent. Zum Glück wartet beim Gasthaus DaxLueg ein schöner Aussichtspunkt auf das schon weit unter uns liegende Salzburg, dem man problemlos das kurze Durchschnaufen in die Schuhe schieben kann.
Nach kurzer Abfahrt geht es entlang der relativ stark befahrenen Wolfgangseestraße ostwärts. Je nach Verkehrsaufkommen kann man aber auf den parallel verlaufenden Radweg ausweichen.
Bald schon ist man aber wieder auf kleinen, die verstreuten Höfe verbindenden Straßen unterwegs und über Koppl und Hinterschroffenau wechselt man hinüber in das Wiestal, wo es dann in optimaler Zeitfahrposition bei ständigem leichten Gefälle an Ebenau vorbei talaus geht.
Bevor man sich jetzt aber allzu sehr mit dem Tempobolzen anfreundet, zweigt man kurz vor dem Wiestalstausee in Richtung Westen ab und in wieder deutlich gemächlicherem Tempo geht es durch das beschauliche Hinterwinkltal. Zu früh sollte man sich aber noch nicht auf das Salzachtal und das bereits wieder nahe Salzburg freuen. Eine Bergwertung wartet nämlich noch und die hat es in sich.
Zwar ist die Straße hinauf zu Erentrudis- und Fageralm eine Sackstraße und zur Not könnte man diesen Teil der Runde auch einfach auslassen, das würde der Runde aber definitiv die Würze nehmen und wird von uns keinesfalls gut geheißen. Zwar kosten die steilen drei Kilometer die letzten Körner, die kann man aber leicht entbehren, gibt es doch oben auf der Fageralm Abhilfe, Panorama auf Salzburg inklusive.
Nach der Stärkung geht es dann steil hinunter nach Elsbethen und entlang der Salzach zurück nach Salzburg, wo uns wieder die Sehenswürdigkeiten und Touristenströme der Stadt erwarten.
Unbedingt schöner macht es einen Berg ja nicht, wenn eine Straße bis auf seinen Gipfel führt. Aber wenn sie schon einmal da ist, kann man sie auch befahren und das für den Rennradfahrer nicht alltägliche Gipfelglück genießen. Wobei genießen angesichts eines der höchsten mit dem Rennrad erreichbaren Punkte Österreichs relativ ist und man sich die Edelweißspitze durchaus erarbeiten muss.
Ein Tipp vorweg: Wenn sich irgendwo früh aufstehen lohnt, dann ist es die Großglockner-Hochalpenstraße. In den Morgenstunden, kurz nach Sonnenaufgang hat man die gesamte Straße für sich allein, wenn man von den zahlreichen Murmeltieren absieht, die aufgeregt pfeifend die Straße verlassen, sobald man um die Kurven kommt. Im Laufe des Vormittags wird die Straße dann zunehmend von Autos und Motorrädern in Beschlag genommen, aber da ist unser Tagwerk ja längst vollendet.
Obwohl das Hochtor bereits in vorchristlicher Zeit als Alpenübergang genutzt wurde, wie am Passübergang gefundene Bronzestatuen sowie keltische und römische Münzen beweisen, hat es über viele Jahrhunderte doch nur untergeordnete Bedeutung gehabt. Erst als nach dem 1. Weltkrieg Südtirol an Italien fiel und plötzlich der Radstädter Tauern die einzige Verbindung von Osttirol und Oberkärnten nach Nordtirol war, ist das Hochtor verstärkt ins verkehrspolitische Interesse gerückt. In den 1930er Jahren wurde deshalb dieser seit jeher bekannte Handelsweg ausgebaut und die Großglockner-Hochalpenstraße errichtet. Mit dem Bau der Felbertauern-Straße und der Tauernautobahn sowie dem wieder problemlosen Verkehr über den Brenner nach dem 2. Weltkrieg hat die Glockner-Straße dann aber rasch wieder an Bedeutung verloren und wird heute nur noch zu touristischen Zwecken genutzt.
Orientierungsschwierigkeit gibt es keine wesentlichen. Es geht von Döllach zunächst ein paar Kilometer flach talein, bevor dann schon vor Heiligenblut die Steigung deutlich zunimmt. Abgesehen von einer kurzen Abfahrt nach dem Kasereck geht es nun 1400 Höhenmeter hinauf, wobei sich die Steigung recht konstant um die zehn Prozent hält. Spielt das Wetter mit, bekommt man auch den auf der anderen Talseite sich erhebenden Großglockner, mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs, eindrucksvoll zu Gesicht.
Nach zahlreichen Serpentinen erreicht man das Hochtor, den Hauptpass der Großglockner-Hochalpenstraße. Während der historische Pass noch ein paar Höhenmeter höher liegt, wird der Straßenverkehr durch den 300 Meter langen auf 2505 Metern Seehöhe gelegenen Tunnel geführt.
Nach einer 250-Höhenmeter-Abfahrt folgt der Gegenanstieg aufs Fuscher Törl und von hier dann noch einmal 150 mit Kopfsteinpflaster garnierte Höhenmeter auf die Edelweißspitze, mit 2571 der höchste Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße und damit auch dieser Tour. Die auf die ursprüngliche Gipfelhöhe von 2577 Metern fehlenden Gesteinsmassen wurden übrigens dem das gesamte Gipfelplateau einnehmenden Parkplatz geopfert. Die Aussicht vom Gipfel kann sich jedenfalls sehen lassen und verdient die Bezeichnung 360-Grad-Panorama zurecht.
Nach der etwas mühsamen Gegensteigung zurück hinauf aufs Hochtor folgt dann die Traumabfahrt im erwachenden Ausflugsverkehr hinunter zum Ausgangspunkt.
Fast jeder von uns ist schon auf der Tauernautobahn auf dem Weg in den Süden durch den Lungau gefahren. Doch, Hand aufs Herz, wer ist tatsächlich für eine Rennrad-Ausfahrt stehengeblieben? Schade eigentlich, denn ein paar lohnende Runden gibt es hier auf jeden Fall. Den Beginn unserer Lungau-Entdeckungen bildet diese schöne 3-Länder-Runde durch Salzburg, die Steiermark und Kärnten, und weil es uns hier gefällt, wird das auch sicher nicht der letzte Lungau-Ausflug gewesen sein.
Ausgangsort dieser Runde ist Tamsweg, der Hauptort des Lungaus. Tamsweg ist einer von nur zwei Hauptorten eines österreichischen Bezirkes, dem nie das Stadtrecht verliehen wurde. Der zweite ist Reutte in Tirol.
Allzu viel Zeit zum Einrollen bleibt nicht. Denn erstens ist Tamsweg nicht gerade groß und rasch durchquert und zweitens beginnt gleich nach dem Ort die erste Steigung. Und die hat es in sich, zieht sie doch von Anfang an mit Steigungsprozenten deutlich im zweistelligen Bereich nach oben. Aufgrund einiger Flachstücke verteilen sich die 500 Höhenmeter hinauf zum Prebersee auf acht Kilometer und die Durchschnittssteigung hält sich somit in Grenzen. Zwischen den Flachstücken warten aber immer wieder giftige Rampen, die die noch nicht aufgewärmten Oberschenkel alles andere als erfreuen.
Der Verkehr hält sich durchaus in Grenzen, obwohl der Prebersee eines der beliebtesten Ausflugsziele der Gegend ist. So bleibt jedenfalls mehr Ruhe, um die schöne Landschaft der Niederen Tauern zu genießen. Am Prebersee findet jedes Jahr im August das weit über die Landesgrenzen bekannte Preberschießen statt. Ein Wettschießen, bei dem es gilt, die Kugel an der Wasseroberfläche abprallen zu lassen und erst dann die hölzerne Zielscheibe zu treffen. Das hohe spezifische Gewicht des Moorwassers macht es möglich.
Bald nach dem See erreicht man die Grenze zur Steiermark und dieses bis vor kurzem nicht asphaltierte Stück an der Grenze der beiden Bundesländer weist mittlerweile beste Straßenverhältnisse auf. Ganz im Gegensatz zur Abfahrt auf steirischer Seite, die ist bis hinunter zur Kreuzung nach Krakauschatten mit Vorsicht zu genießen.
Bei eben jener Kreuzung zahlt es sich aus, links abzubiegen und nach kurzer Gegensteigung die weitere Abfahrt über das einst zum schönsten Gebirgsdorf gekürte Krakaudorf zu absolvieren.
Von Schöder bis ins Murtal verläuft die Strecke dann etwa 20 Kilometer auf der Hauptstraße des Tales. Teilweise gibt es zwar einen Radweg, dessen Benutzung aber aufgrund des meist erträglichen Verkehrsaufkommens oft nicht notwendig ist. Ganz anders dann im Murtal, wo man um den Mur-Radweg sehr wohl dankbar ist.
Das Murtal wird hier aber ohnehin nach wenigen Kilometern wieder verlassen und nach kurzer Steigung hinauf zum Bahnhof Mariahof wird es wieder deutlich ruhiger. Sankt Lambrecht mit seinem den Marktplatz beherrschenden Benediktinerstift ist bald erreicht und kurz darauf ohne große Anstrengung der Talbacher Sattel überquert. Nach kurzer Abfahrt erreicht man das 500 Einwohner Nest Laßnitz. Was auf den ersten Blick verwirrend erscheinen mag, nämlich zwei Ortstafeln, einmal Steirisch Laßnitz und einmal Kärntnerisch Laßnitz, entpuppt sich tatsächlich als Laune der Geschichte. Seit dem Mittelalter gehört ein Teil des Dorfes zu Kärnten, auch wenn die nächsten Kärntner Orte kilometerweit entfernt sind. Eigentlich will daran auch keiner etwas ändern, erst recht nicht die Bewohner von Kärntnerisch Laßnitz, auch wenn so manch Kuriosität dabei herauskommt. Etwas dass für einen Teil des Ortes die zuständige Polizeistation 40 Kilometer, für den anderen Ortsteil aber nur sechs Kilometer entfernt ist. Oder dass einige Bauern regelmäßig ein behördliches Ansuchen stellen müssen, wenn sie ihr Vieh auf ihrem Bundesländer-übergreifenden Besitz, von einem Teil der Weide zu einem anderen treiben wollen.
Kurz nach Laßnitz zweigt unsere Runde dann links ab und man kommt in das ruhige und idyllische Hochtal des Grattinger Sattels, wo man am Scheitelpunkt dann endgültig Kärntner Hoheitsgebiet erreicht.
Nach einer kurzen Abfahrt hinunter ins Metnitztal wartet dann noch der letzter Anstieg des Tages auf die Flattnitzer Höhe. Und ganz unterschätzen sollte man auch den nicht, denn nach flachem Beginn sind vor allem die letzten beiden Kilometer, bevor man die aus dem Gurktal heraufziehende Straße erreicht, unangenehm steil. Dass man mittlerweile 100 Kilometer in den Beinen hat, lässt den Anstieg noch einmal steiler erscheinen.
Oben auf der Flattnitzer Höhe angekommen, liegen die Anstrengungen dann aber hinter uns und nach der Abfahrt hinunter ins Murtal geht es nur noch gemütlich auf dem Mur-Radweg zurück nach Tamsweg.
Manchmal geht es nicht anders, alles hat seinen Preis. In diesem Fall “erkauft” man sich mit einem verkehrsreichen Stück Bundesstraße einen der großartigsten Rennradabschnitte, den dieses an Highlights nicht gerade arme Portal zu bieten hat: Die Hirschbichlstraße, die in atemberaubender Schönheit und atemberaubender Steilheit vom Bayerischen Hintersee ins Salzburgische Weißbach bei Lofer verläuft.
Ein ernstgemeinter Rennrad-Tourenvorschlag wird wohl kaum die stark befahrene Bundesstraße zwischen Lofer und Bad Reichenhall beinhalten. Wir machen eine Ausnahme. Nicht etwa weil wir diesen Abschnitt so übermäßig reizvoll finden, sondern weil es schlicht keine sinnvolle Alternative dazu gibt. Und auf die oben erwähnte Hirschbichlstraße zu verzichten, steht nun wirklich nicht zur Debatte.
Dank des Ausbaus der B178 sind zumindest die Ortsdurchfahrt Unken und der folgende, kurze Anstieg auf den Steinpass angenehm ruhig. Auf einigen Abschnitten gibt es auch einen asphaltierten Radweg, den Großteil dieser ersten 15 Kilometer muss man sich allerdings dem Transitverkehr aussetzen. Da hilft nur eines: große Scheibe, kleines Ritzel, Kopf zwischen die Schultern und drücken.
Nach Überquerung der Saalach bei Unterjettenberg ist es dann aber geschafft. Den Verkehr lassen wir weiter Richtung Bad Reichenhall und Salzburg ziehen und nehmen die 400 Höhenmeter hinauf auf den Schwarzbachwachtsattel, das Wachterl, in Angriff. Daß das Wachterl nicht ganz leicht ist, weiß schon der Reichenhaller Liedermacher Hans Söllner, dem es aber vermutlich egal ist, wenn er “mitn radl übers wachterl fahrt” und dabei “jeden dog a bissl länger braucht”.
Vom Wachterl geht es auf wunderschönen Straßen zum Hintersee und dann inmitten des Nationalparks Berchtesgaden zwischen den Abbrüchen des Hochkalter-Massivs zur einen und den Reiter Steinbergen zur anderen Seite in das zunehmend enger werdende Klausbachtal.
Anfangs weitgehend flach, dann steiler und gegen Ende über zwei fast unbezwingbare Steilstufen geht es hinauf auf den Hirschbichl. Und so viel sei noch verraten: vor allem die erste Steilstufe hat es in sich. Die Hoffnung, dass sich die Straße nach der bald erreichten Linkskurve zurücklegt, wird nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil, sie zieht noch ein ganzes Stück mit weit über 20%-Steigung nach oben. Die nach einem kurzen Flachstück folgende zweite Steilstufe mutet dagegen fast schon leicht an, wenngleich auch diese 20% erreicht.
Oben am Hirschbichl angekommen, erreicht man wieder österreichischen Boden. Viel Zeit zur Erholung bleibt allerdings nicht, denn die ebenso steile und enge Abfahrt auf Pinzgauer Seite erfordert zwar keine Beinkraft mehr, dafür aber umso mehr Fingerkraft und Konzentration.
Hoffentlich gut unten angekommen, liegt das Highlight der Runde hinter uns, und die bis Lofer noch fehlenden zehn Kilometer auf dem netten Radweg entlang der Bundesstraße dienen nur mehr dazu, sich das Laktat aus den Beinen zu strampeln.